Manche Feeds schicken zwei Sätze und einen „Weiterlesen“-Link. Wer ihm folgt, bekommt ein weiteres Tab, ein Cookie-Banner und ein Newsletter-Pop-up, bevor der Absatz kommt, den man lesen wollte.
Gekürzte Feeds sind eines der ältesten Ärgernisse bei RSS. Wenn ein Feed nur einen Anreißer schickt, holt FeedBro den Artikel selbst.
Warum Feeds gekürzt werden
Meist ist es keine Faulheit. Herausgeber kürzen ihre Feeds, weil ihr Geschäft davon abhängt, dass Menschen auf der Seite landen, mit Werbung, Aboaufforderungen und Statistik. Manche Plattformen liefern standardmäßig nur Zusammenfassungen, und die Autorin merkt es nie. So oder so bekommt der Reader einen Stummel.
Was FeedBro dagegen tut
Wenn Sie einen Artikel öffnen, dessen Feed-Fassung zu dünn zum Lesen ist, holt FeedBro die Originalseite, zieht den Artikel heraus (Überschrift, Absätze, Bilder) und speichert ihn beim Artikel. Beim nächsten Öffnen ist er schon da.
Es behält den Artikel und lässt den Rest der Seite weg. Navigation, Leisten mit verwandten Beiträgen, Newsletter-Kästen und Cookie-Hinweise kommen nicht mit. Das Ergebnis liegt näher am Lesemodus als an einer Kopie der Website.
Das passiert einmal pro Artikel, im Hintergrund, in jedem Tarif. Sie müssen nichts einschalten.
Wann es nicht hilft
Jeder Reader, der Volltext verspricht, stößt auf dieselben Grenzen:
- Bezahlschranken. Wird der Text abgemeldeten Lesern nicht ausgeliefert, kann ihn kein Reader herbeizaubern. Sie bekommen die Fassung aus dem Feed und einen Link.
- Websites, die automatisierte Zugriffe blockieren. Manche Herausgeber lehnen alles ab, was kein menschlicher Browser ist.
- Links, die keine Artikel sind, etwa ein PDF, eine Videoseite oder ein Forenthread. Die bleiben, wie sie kamen.
- Feeds, die schon vollständig sind. Viele Blogs veröffentlichen den ganzen Beitrag, dann gibt es nichts zu holen.
Manchmal ist die Fassung aus dem Feed die bessere. Reddit-Beiträge zum Beispiel enthalten den vollen Text schon im Feed, deshalb lässt FeedBro sie in Ruhe.
Was zurückkommt, lesen
Artikel öffnen sich in einem Lesebereich, der für Text gebaut ist: eine Spalte, eine vernünftige Zeilenlänge, Bilder bleiben, alles andere fällt weg. Scheitert das Abholen an einer Website doch, sagt der Bereich das und verlinkt nach außen, statt zwei Sätze als Artikel auszugeben.
Fragen
Ist Volltext eine Bezahlfunktion?
Nein. Er funktioniert in jedem Tarif, auch im kostenlosen.
Wird der ganze Artikel gespeichert?
Der herausgezogene Artikel wird bei Ihrer Kopie gespeichert. Beim zweiten Lesen ist er sofort da, und er funktioniert auch noch, wenn die Website die Seite später verschiebt.
Und wenn sich eine Website ändert und das Herausziehen nicht mehr klappt?
Dann bekommen Sie weiterhin die Fassung aus dem Feed und den Link, also das, was Sie ohne diese Funktion gehabt hätten.
Probieren Sie es an einem Feed, den Sie kennen
Wenn Sie Reader vergleichen, ist das die Funktion, auf die Sie achten sollten. Alles andere ordnet nur, was Sie ohnehin lesen können. Am schnellsten testen Sie es mit einer Seite, deren Feed Sie schon nervt: Folgen Sie ihr in FeedBro, öffnen Sie den nächsten Beitrag und sehen Sie, wie viel davon ohne Umweg ankommt.